Portraits: Martin Buchstaller



DJKB-Präsident Martin BUCHSTALLER, 5. Dan
 

 

Martin Buchstaller, 5.Dan

Martin Buchstaller, geboren im Juni 1962 begann im Alter von 14 Jahren mit Judo und Segelfliegen. Erst 1982 begleitete er einen Freund zum Karatetraining. Nach dem Wehrdienst beendete er die bisher ausgeübten Sportarten und begann mit dem Karate im Alter von 21Jahren unter Hans Jürgen Käfer in Kaiserslautern. Jürgen und seinem zweiten Karatelehrer Wolf Dieter Rempel verdankte Martin 1983 seinen ersten Lehrgang  bei Ochi Sensei. Begeistert von dieser Erfahrung folgten unzählige Lehrgangsbesuche bei Ochi Sensei und den damaligen DKB Trainern. 1984 bis 1985 trainierte er in Kaiserslautern, zeitweise bei Marijan Glad in Frankenthal und Eugen Müller in Karlsruhe. Insbesondere die Art und Weise von Eugens Training, eine perfekte Kombination aus Training und Lehre, sagt er hat Ihn bis heute sehr geprägt. Die von Eugen angebotene Juli Hatz, ein einwöchiger Lehrgang mit 2 mal täglichem Karatetraining,  zzgl. Makiwara- und Krafttrainings- Einheit und dem „5-Brückenlauf“ an der Dreisam in Freiburg waren eine Erfahrung der besonderen Art. 1985 – 87 trainierte er neben dem  Kaiserslauterer Heimatdojo zusätzlich in Ludwigshafen im PSV bei Rainer Weber. Der interne sportliche Wettbewerb vieler Kaderathleten im Dojo und die hohe physische und psychische Belastung war in dieser Intensität neu für Ihn. 1986 legte Martin bei Ochi Sensei seine Prüfung zum 1. Dan ab und übernahm die Leitung des Kaiserslauterer Dojos (TuS 04) und das Oberstufentraining. Zusammen mit Hans Gutzmer und Dieter baute er in den kommenden Jahren ein junges Team auf, dass 1990 Deutscher Juniorenmeister im Kumite (DKV) wurde. Als große Niederlage aber auch heilsame Korrektur bezeichnet Martin seine Prüfung zum 2. Dan, die er 1988 nicht bestand und erst 1990 nach intensivem Training wiederholte. In dieser Zeit absolvierte er die Ausbildung zum Übungsleiter und B-Trainer unter Rolf Hecking. Ab 1993 fuhr er regelmäßig von Kaiserslautern nach Bottrop zu Ochi Sensei ins Training, legte im gleichen Jahr die Prüfung zum 3. Dan ab und wurde in das A-Kader berufen. 1994 folgte der erste Start er auf der WM in Philadelphia in Kata Einzel und zusammen mit Jörg Reuss und Thomas Schulze im Kata Team. Die Aussage von Ochi Sensei „Kaderzeit ist schönste Zeit“ durfte er erfahren. 1995 vertraute ihm Ochi Sensei den Aufbau des Bundesjugendkaders an, dass er bis 2001 trainierte. Nach seiner Aussage war diese Aufgabe eine Ehre verbunden mit hoher Verantwortung. Ochi Senseis Anforderung war neben Ausbildung in Kihon, Kata und Kumite vor allem Disziplin, Ordnung und so weit möglich den Charakter zu schulen. 1995 wurde der Bundesjugendlehrgang ins Leben berufen und 1996 Thomas Schulze als zweiter Trainer gewonnen. Im gleichen Jahr reiste Martin das erste Mal nach Tokyo um im Honbu Dojo der JKA und an der Taisho Uni zu lernen. Auf Grund dieser Erfahrung und der Begeisterung für das Land und die Menschen wurde daraus ein jährlicher „Privatgasshuku“ im Honbu Dojo. 1998 legte Martin bei Ochi Sensei die Prüfung zum 4. Dan ab und beendete mit dem Start im Kumite Team bei der JKA WM in Paris die aktive Kaderzeit.

Bernd Hinschberger holte Ihn als Vizepräsident in die Verbandsführung. Bernds ausgleichende Art, sein politisches Feingespür und seine pädagogische Erfahrung waren eine weitere wertvolle, prägende Schulung.

2010 wurde Martin zum Präsidenten gewählt. Beruflich ist er seit 27 Jahren in der Automobilindustrie tätig und Mitglied des oberen Managementkreises der Volkswagen AG. Wie im Karate ist er glücklich auch hier die Möglichkeit zu haben Talentsichtung und Ausbildung von Nachwuchskräften im Rahmen seiner Vertriebstätigkeit ausüben zu können. Martin ist verheiratet und hat 2 Töchter.